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Wer trägt ein Risiko?

Jeder Mensch kann Hautkrebs entwickeln, in jedem Alter. Hautkrebs kommt meist bei Personen über 50 Jahren vor, oder bei Menschen, die exzessiver Sonnenbestrahlung ausgesetzt waren, aber es kommt gelegentlich auch bei Patienten vor, die weniger risikobehaftet sind.   

Man hat ein besonders hohes Risiko Hautkrebs zu entwickeln, wenn man: 

  • Helle Haut hat oder zu Sonnenbrand neigt
  • Sonnenbrand währen der Kindheit hatte, oder oft als Erwachsener
  • viel Zeit in der Sonne verbringt (bei der Arbeit oder in der Freizeit)
  • ins Solarium geht
  • mehr als 50 Muttermale am Körper hat
  • in der Familie bereits Hautkrebs vorkam
  • über 50 Jahre alt ist
  • eine Organtransplantation hatte 

Zusätzlich zu oben genannten allgemeinen Punkten, gibt es weitere spezifische Risikofaktoren der zwei wichtigsten Hautkrebstypen; Melanom und nicht-Melanome. 

Selbst wenn man sein Risiko Hautkrebs zu entwickeln für nicht hoch erachtet, ist es wichtig, die Ursachen und Anzeichen zu verstehen. Die Entscheidungen, die man jetzt trifft, werden das Risiko für das spätere Leben beeinflussen. Jetzt vorsichtig zu sein, kann später schützen oder dabei helfen, die Anzeichen für Hautkrebs bei einem geliebten Menschen zu erkennen.

Check

Wie und wo untersuchen?

Sie benötigen helles Licht vor einem Ganzkörperspiegel, einen Handspiegel, einen Stuhl, einen Föhn oder Kamm, eine Digitalkamera oder Stift und Papier um alles aufzuzeichnen.

  • Untersuchen Sie Ihr Gesicht, vor allem die Nase, die Lippen, den Mund, die Ohren – vorne und dahinter. Benutzen Sie einen Spiegel, um alles gut sehen zu können.
  • Überprüfen Sie Ihre Kopfhaut, indem Sie mit Kamm oder Fön die Haare in Schichten aufteilen. Falls Sie nicht viele Haare haben, kontrollieren Sie die gesamte Kopfhaut sehr gründlich. 
  • Überprüfen Sie Vorder- und Rückseite der Arme, beginnend bei den Achseln, weiter bis zu den Ellbogen, den Händen und zwischen den Fingern.
  • Stellen Sie sich vor den Ganzkörperspiegel und heben Sie die Ellbogen, untersuchen Sie die Oberarme und die Achselhölen.
  • Konzentrieren Sie sich dann auf Hals, Brustbereich und Oberkörper. Frauen sollten auch die Haut zwischen und unter den Brüsten genau untersuchen.
  • Drehen Sie dem Spiegel den Rücken zu und nehmen Sie den Handspiegel, um Ihren Rücken zu überprüfen, vom Nacken und den Schultern ausgehend bis zum unteren Rückenbereich
  • Überprüfen Sie Ihr Gesäss und die Rückseite der Beine bis zur Ferse.
  • Untersuchen Sie sitzend; die Innen- und Aussenseiten der Beine und die Fusssohlen. Benutzen Sie den Handspiegel um die Genitalien zu überprüfen.

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Hautkrebs vorbeugen

Kennen Sie Ihren Hauttyp

Ihr Hauttyp lässt sich durch verschiedene Merkmale feststellen, z.B. durch die Haarfarbe oder die Helligkeit der Haut.

Man unterscheidet so vier Hauttypen, auch Fototypen genannt:

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Über Euromelanoma

Euromelanoma existiert, um Informationen über Hautkrebsprävention, Früherkennung und Behandlung zu verbreiten und miteinander zu teilen. Wir werden von einem Netzwerk von europäischen Dermatologen geführt, die für diese Aufgabe großzügig ihre Zeit opfern.

Unsere Aktivitäten konzentrieren sich darauf, drei Schlüsselgruppen zu erreichen: die Allgemeinheit, die Wissenschaft und europäische und nationale Politiker.

Für die Allgemeinheit geschieht dies durch die Euromelanoma Website (die bereits von über 1 Million Menschen besucht wurde) und einer jährlichen Kampagne, die die Kenntnisse über Hautkrebs, seine Prävention, Früherkennung und Behandlung verbessern soll. Im Rahmen dieser Aktivität gibt es einmal im Jahr einen „Euromelanoma Screening Tag“ mit Screenings für die Allgemeinheit. Bis jetzt haben mehr als 450.000 Personen kostenlose Hautuntersuchungen bekommen.

Für Dermatologen und andere im Gesundheitswesen Tätige veröffentlichen wir regelmäßig wissenschaftliche Beiträge über unsere Erkenntnisse und die besten Methoden, um die Hautkrebspatienten besser zu versorgen.

Für die Regierungen bieten wir spezielle Veranstaltungen, um sicherzustellen, dass die Behandlung von Hautkrebs in vollem Maße als Problem erkannt und von den Gesundheitssystemen und der Politik unterstützt wird.

 

Seit Euromelanoma im Jahr 1999 von sechs belgischen Dermatologen (T. Maselis, M. van Daele, C. Pirard, V. del Marmol, B. Richert und K. de Boulle) ins Leben gerufen wurde, hat sich die Kampagne sehr schnell auf dem Kontinent verbreitet und ist nun in 33 Ländern aktiv.

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